RAW-Konverter für Linux (war: Re: Treiber für "WinTV-NOVA-T (PCI)")

Albin Blaschka albin.blaschka at sbg.ac.at
Don Mar 23 11:05:37 GMT 2006


Andreas Borutta schrieb:
> Albin Blaschka schrieb:
[...]

>>Gimp nicht kann) und Scribus. Der einzige Pferdefuß für mich ist, dass
>>bei dcraw die EXIF-Daten flöten gehen,
> 
>                 ^^^^^^^^^^
> Hhmm. Das ist IMHO ein Knockout-Kriterium.
> Der Workarount, den Du dazu beschreibst wäre mir zu umständlich.
> 
> 

Ist sicher ein großes Ärgernis...aber über scripts/programme läßt sich
schon was machen, eine wirklich zufriedenstellende Lösung habe ich
(noch) nicht...

[...]
> 
> Ich bin bisher noch völlig unerfahren auf der Konsole, habe aber keine
> grundsätzlichen Berührungsängste.
> 

Das ist gut! ;-)

> Allerdings kann ich mir für grafische Aufgaben überhaupt nicht
> vorstellen, dass eine Konsole ergonomische Vorteile gegenüber einer
> GUI besitzt.
> Gerade im FAW-Workflow möchte man doch Einstellungen mühelos per
> Schieberegler ändern und sofort zwei Vergleichsbilder nebeneinander
> sehen: vorher/nachher.

Wie schon gesagt: Bei einem Großen Schwung Bildern, wirst Du sonst
(grafisch) alt. Grundsätzlich sollte es auch sein, daß das Bild in der
Kamera in Ordnung ist und nicht zuletzt durch die Farbverwaltung
(icc-Profile) ein händisches "Nachbessern" grundsätzlich nicht mehr
notwendig ist (und im Geschäftsbereich auch nicht wirklich leistbar).
Ein "schlechtes Bild" wird durch Photoshop o.ä. nicht zu einem "Guten
Bild", die Hauptarbeit ist, wenn das Bild auf der Karte gespeichert ist,
getan. Alles andere - siehe oben...

> Mein eigenes ergonomisches Ideal ist, dass lokal überhaupt keine JPGs
> mehr archiviert werden.
> Es existiert ausschließlich das RAW und die jeweils dazugehörige(n)
> Transformationsdateien (im Textformat).
> Dort stehen /sämtliche/ Informationen der Bearbeitung. Unter anderem
> auch Beschnittpfade, Profile, ...
> 
> Wenn man das Bild "bild-1.dng" im Bildbetrachter ansehen möchte, wird
> es on-the-fly aus dem RAW erzeugt. Mit der Transformationsdatei
> "bild-1.screen-big.txt".
> Wenn man das Bild an einen Fotodienstleister als JPG ausgeben möchte,
> wird es aus dem RAW und den Angaben in "bild-1.print.txt" erzeugt.
> 
> Aber das ist zur Zeit wohl noch pure Vision.

Kling wirklich gut, ist grundsätzlich mit den genannten Tools (und
vielleicht ein paar anderen) auch heute schon *theoretisch*  möglich
(aber noch nicht wirklich praktikabel), *aber* ein RAW-Bild hat bei der
mir genannten Olympus E1 bei 5 Megapixel 12 MB. In meinem Umfeld kommen
in manchen Wochen oft 100, 200 Bilder zusammen...das wird mit
Speicherplatz, Backup etc. nicht mehr praktikabel.

Umgekehrt ist die Verwaltung, speziell in Arbeitsgruppen  der
Text/Transformationsdateien auch ein Kapitel für sich und meiner Meinung
nach wahrscheinlich zu komplex/aufwändig (Welche Datei tut
jetzt wirklich was, und wozu brauche ich die überhaupt noch? Ich nicht,
aber der Kollege? Welches Bild wird jetzt da genau bearbeitet? Welche
Dateien muß/darf ich jetzt löschen...)

Und: Wenn das Bild passt, passt es, da ist dann ein jpg (ohne
Kompression) durchaus das Format der Wahl bei einer Dateigröße von
1-2MB. Jpg ist nur dann Problematisch, wenn ich oft *ein und die selbe
Datei* immer wieder speichere - was aber nicht im Sinne des Erfinders
ist. An einem Papier-Bild schnipsle ich auch nicht dauernd herum ;-)

> 
>>Für mich ist Krita (ich arbeite unter KDE) 
> Aha, ich wußte noch nicht, dass manche Anwendungen nur auf bestimmten
> Desktops laufen.

Laufen tun Applikationen auch unter verschiedenen Desktops, es zieht nur
meist einige Programmbibliotheken mit sich, die mitinstalliert werden
müssen...
GIMP verwende ich auch (alte Gewohnheiten läßt man schwer zurück ;-),
speziell wenn ich am Webseiten bauen bin...

[...]
> Zu einem anderen Teil des Workflows noch:
> Unter Windows schätze ich für das verlustfreie Beschneiden in
> vordefinierbaren Seitenverhältnissen das Werkzeug JPEGCrops von Toke
> Eskildsen.
> http://ekot.dk/programmer/JPEGCrops/
> 
> Es lässt sich genial schnell und bequem komplett mit der Tastatur
> bedienen.
> Ich kenne nichts Effizienteres.
> 
> Kennt ihr vergleichbare Werkzeuge für Linux?

Wie gesagt mit dem Imagemagick-Packet (convert/mogrify und Konsorten)
ist eigentlich alles vorhanden, und es ist freie Software...

Ein bißchen googlen oder bei freshmeat.net vorbeischauen schadet auch
nicht ;-)


Albin