Werden wir bei Ubuntu in Zukunft einen grafischen Installer bekommen?

Timo Zimmermann timo.zimmermann at pharao-edv.de
Mit Nov 2 12:44:55 CST 2005


Sascha Morr schrieb:
> Warum sollten also entsprechende Pakete mitinstalliert werden? 
wenn ich gcc / g++ installiere, will ich C(++)Programme kompilieren.
Wenn dann aber die libc6-dev _nicht_ mitinstalliert wird, wie es
zumindest am Anfang direkt nach dem erscheinen von Breezy war
(ob es noch so ist weiß ich nicht) und ich deswegen keine Programme
kompilieren kann, ist das IMHO eindeutig ein Fehler der Distribution
und das IMHO sogar ein schwerwiegender.

Nur weil es User sind bedeutet dies nicht, dass sie nichts mit
Programmieren zu tun haben bzw. es nichtmal lernen möchte.

Das sie per default installiert werden sollen sage ich garnicht.
Dafür sind die feeds voll genug mit Software - ich habe bisher
kaum etwas gefunden was ich selbst kompilieren musste.
Oft ware es nur für ein paar Optionen die nicht im Standardpaket
enthalten waren, aber das wird die meisten User nicht stören.

> Natürlich müßte man bei dem Design eines
> grafischen Installers Leute hinzuziehen die sich mit dem Thema
> *usability* auskennen.
Das ist die Grundvoraussetzung.
Aber es wäre IMHO trotzdem sinnvoller seine Energie dahingehend
einzusetzen, dass das System erstmal _einfach_ zu konfigurieren
ist.
Wenn Ubuntu wirklich auf dem Desktop bestehen will, muss es u.a.
möglich sein - wenn Samba installiert wurde - das ganze auch grafisch
zu administrieren.
Weil nur um Ubuntu mit dem 2 Rechner ins Netzwerk zu bringen auf
die Kommandozeile zu müssen wäre ja dann - so wie ich das bisher
sehe genau das, was die Ubuntuler nicht wollen (denn das einfache
wäre dabei ja wieder verloren gegangen)

Anderst gesagt:
Das System könnte allgemein einen riesen Sprung in Richtung
"Anfängersicher" machen, wenn Grundaufgaben vereinfacht werden würden.
U.a. Samba oder die Integration von ifplugd wird für viele wohl
sinnvoller sein, als ein - schon perfekt funktionierenden - Installer
ersetzt zu sehen, dass es grafisch geht.
Es ist zwar schön, dass sich die Distribution um Umsteiger kümmern will,
aber ich finde, dass an der falschen Stelle angesetzt wird.


So wie das Prinzip beschrieben wurde mit Front/Backend hört sicht der
Ansatz für den neuen Installer nicht schlecht an - vor allem, weil die
Textversion erhalten bleibt.

Es ist halt ein schmaler Grad zwischen "keep it simple" und "gleicher
Dreck wie SuSE" - gerade was Konfigurationswerkzeuge angeht.

Just my 2 cents
Timo